Biker Diary Part IV

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mein Name ist Isabella, ich bin Schauspielerin, Autorin, Coach, Weltenbummlerin und Familienmensch. Mit allem, was ich tue, möchte ich Menschen berühren und mich berühren lassen. Hier schreibe ich über alles, was mich bewegt – vor allem über das Leben und Reisen mit leichtem Gepäck. Ich freue mich, mit euch auf eine gemeinsame Reise zu gehen!

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Nha Trang mit seinem kilometerlangen Strand und einem riesigen Freizeitpark ist vor allem bei Russen ein beliebter Urlaubsort. Alle Speisekarten sind neben vietnamesisch auch in russisch geschrieben, schicke Hotels reihen sich an überladene Juweliergeschäfte. Kein schlechter Urlaubsort, aber auch nicht besonders charmant. Daher beschließen wir, am nächsten Tag wieder ins Landesinnere zu fahren.

Keine gute Entscheidung, wie sich bald herausstellt. Nach einer stundenlangen Motorradtour am nächsten Tag direkt wieder für sechs, sieben Stunden aufs Bike zu steigen macht einfach keinen Spaß. Uns tut immer noch alles weh und wir würden jetzt eigentlich lieber am Strand liegen, als uns durch den Morgenverkehr über staubige Straßen zu quälen.

Die erste Strecke müssen wir dann auch über den berüchtigten Highway an der Küste Vietnams zurücklegen, der von Bikern möglichst gemieden werden sollte, weil er gefährlich ist und einfach keinen Spaß macht. Kann ich genauso bestätigen: Trucks donnern an uns vorbei, die Straße endet immer wieder völlig aprupt in eine nicht ausgeschilderte Baustelle mit einspurigen Schotterwegen, auf denen sich Autos, Reisebusse und jede Menge Motorräder drängen. Guillem bekommt Sand unter sein Augenlid, der sich dort hartnäckig hält und das Auge reizt. Ich muss mit 70 km/h eine Vollbremsung hinlegen, weil mir ein vietnamesisches Hängebauchferkel fröhlich grunzend vors Motorrad läuft. Meine alte Honda hat natürlich kein ABS und ich bin ziemlich froh, dass mein Fahrlehrer Guido mich so mit dem ungeliebten Sicherheitstraining getriezt hat. Ist zwar schon eine Weile her, aber wer weiß, wie die Sache sonst ausgegangen wäre. So schneide mir lediglich an der scharfen Kante meines Pedals das Bein auf. Was mein eigener Fehler ist, denn ich hätte die scharfen Metall-Pedale schon längst gegen Gummipedale austauschen sollen. Und was eigentlich auch schon keine Rolle mehr spielt, denn der Schnitt ist genau neben meiner monströsen Brandwunde und mein Bein gewinnt ohnehin keinen Schönheitswettbewerb mehr.

Die Fahrt steht jedenfalls unter keinem guten Stern. Als Guillems Auge zwei Stunden später so stark tränt, dass er nicht mehr weiterfahren kann, müssen wir einen Notstop in einer Kleinstadt im Nirgendwo einlegen. Glücklicherweise treffe ich bei meiner Suche nach jemandem, der englisch spricht, auf Hien. Die 16-Jährige begleitet uns ins nahe gelegene Krankenhaus und übersetzt für uns. 30 Minuten später ist der Sand aus Guillems Auge gespült und wir können die Fahrt ins 40 Kilometer entfernte Buon Ma Thout noch vor Sonnenuntergang fortsetzen. Buon Ma Thout ist keine hübsche Stadt, doch wir müssen uns hier einen Tag erholen, bevor wir weiterfahren können. Am nächsten Tag besucht uns Hien mit ihrer Freundin und zeigt uns das Kaffeemuseum der Stadt, in dem ich tatsächlich lauter alte deutsche Kaffeemühlen und Registrierkassen entdecke. Außerdem kommen wir in den einzigartigen Genuss, mit zwei vietnamesischen Teenagern shoppen zu gehen. Das sind die kleinen Überraschungen, wenn man abseits der Touristenpfade reist.

mein Name ist Isabella, ich bin Schauspielerin, Autorin, Coach, Weltenbummlerin und Familienmensch. Mit allem, was ich tue, möchte ich Menschen berühren und mich berühren lassen. Hier schreibe ich über alles, was mich bewegt – vor allem über das Leben und Reisen mit leichtem Gepäck. Ich freue mich, mit euch auf eine gemeinsame Reise zu gehen!

„Ich heb mein Glas und salutier dir Universum. Dir ist ganz egal, ob und wer ich bin. Du bist ungerecht und deshalb voller Hoffnung. Ich setze alles und warte auf den Wind“
 

– Max Herre, Fremde

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