Biker Diary Part V

Herzlich Willkommen

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mein Name ist Isabella, ich bin Schauspielerin, Autorin, Coach, Weltenbummlerin und Familienmensch. Mit allem, was ich tue, möchte ich Menschen berühren und mich berühren lassen. Hier schreibe ich über alles, was mich bewegt – vor allem über das Leben und Reisen mit leichtem Gepäck. Ich freue mich, mit euch auf eine gemeinsame Reise zu gehen!

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Glück und Leid liegen so nah beieinander. Wenn man Glück hat, scheint hoch über dem Hai Van Pass von Hoi An nach Hue die Sonne und taucht dunkelgrüne Berge, schneeweiße Strände und tiefblaues Meer in leuchtende Farben. Ein Traum für Motorradfahrer, die sich alleine für diesen Pass ein Bike in Hue mieten.

Leider haben wir heute kein Glück und darum leiden wir. Für uns wird die vierstündige Fahrt zum Kampf gegen Wind und Wetter. Gerade als sich die Straße vom Meer Richtung Berge hochschlängelt, fängt es an zu regnen. Aber wie! Der Regen schlägt uns so hart ins Gesicht, dass wir kaum die Augen aufmachen können. Ich habe mich aus nicht nachvollziehbaren Gründen dafür entschieden, meine Brille zu tragen, deren Gläser im Dauerregen beschlagen. Wenn ich sie abnehme, bin ich quasi blind wie ein Maulwurf. Was allerdings kaum einen Unterschied macht, da der Nebel in den Bergen mittlerweile so dick ist, dass die Straße hinter einer undurchsichtigen weißen Wand verschwindet. Es gibt leider keine Steigerungsform von beschissen. Hinter den tonnenschweren Lastwagen, die im Schneckentempo den Steilhang hochkriechen sammeln sich ungeduldig drängelnde Kleintransporter, Busse, Autos. Verkehrschaos mit Regenwald-Ambiente!

Zurück auf dem Highway hat sich das Wasser in schlammigen, metertiefen Pfützen gesammelt. Mein persönliches Highlight des Tages: Ein entgegenkommender Truck hüllt mich von oben bis unten in eine rot-braune Schlammfontäne. Mein Frust ergießt sich in hysterisches Gelächter. Der Regen hämmert auf meinen Helm, vor und hinter mir hupt alles, was eine Hupe besitzt und ich lache, lache und lache. Ich kriege mich überhaupt nicht mehr ein. Da müssen sogar meine Bikerjungs – seit Hoi An hat sich Thomas aus Manchester unsrer kleinen Gang angeschlossen – mit mir mitlachen. Und irgendwie muss man diese unerfreuliche Fahrt hinter sich bringen. Also: Krone richten und Zähne zusammenbeißen. Irgendwann geht auch dieser Tag voller lehrreicher Erfahrungen zu Ende und wir erreichen vor Sonnenuntergang die alte Stadt Hue.

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mein Name ist Isabella, ich bin Schauspielerin, Autorin, Coach, Weltenbummlerin und Familienmensch. Mit allem, was ich tue, möchte ich Menschen berühren und mich berühren lassen. Hier schreibe ich über alles, was mich bewegt – vor allem über das Leben und Reisen mit leichtem Gepäck. Ich freue mich, mit euch auf eine gemeinsame Reise zu gehen!

„Ich heb mein Glas und salutier dir Universum. Dir ist ganz egal, ob und wer ich bin. Du bist ungerecht und deshalb voller Hoffnung. Ich setze alles und warte auf den Wind“
 

– Max Herre, Fremde

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