Drei Tage völlige Abgeschiedenheit. In den Bergen im Norden Vietnams leben alte Stämme unter einfachsten Bedingungen. Wir wandern von Sapa mit Kind und Kegel hoch in die Berge. Zusammen mit Kuh- und Ziegenherden und wilden Pferden. Ich fange ein Lamm mit meinen Händen und trage es ein Stück. Es kuschelt sich ganz ruhig an mich und küsst mich mit seiner kleinen schwarzen Schnauze.

Immer wieder halten die Frauen inne und setzen sich auf den bloßen Boden. Im Nieselregen sitzen wir schweigend da und schauen ins weite Land. In jedem Dorf, das wir passieren, stürzt sich eine Kinderschar auf uns. Drei Tage ohne Smartphones, TV oder sonstigen First-World-Schnickschnack. Wir duschen in einem nahe gelegenen Wasserfall, unser Essen wird über dem offenen Feuer gekocht, abends sitzen wir mit unserer Gastfamilie zusammen. Ich bin in guter Gesellschaft: Zwei Niederländerinnen und eine Brasilianerin, die ich in Hanoi kennengelernt habe, begleiten mich. Unsere internationale Frauentruppe hat jede Menge Spaß.

Mit der gleichen Bande geht es zwei Tage später nach Halong Bay. Wir sind drei Tage auf einem Schiff und schippern von Insel zu Insel durch das grüne Meer. Erkunden abgeschiedene Buchten und Grotten mit dem Kajak und singen abends Karaokesongs, die von den Felsen im Meer widerhallen.

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