Am zweiten Tag habe ich eine Tour zum Captain Cook Monument in der Kealakekua Bay gebucht. Mit dem Kajak paddeln wir in die Bucht und dann geht ein lang ersehnter Wunsch in Erfüllung: Hunderte Spinnerdelfine gleiten um unser Boot durchs Wasser. Und sie schlafen! Delfine schlafen tagsüber, um genug Energie für die nächtliche Jagd zu haben. Trotzdem müssen sie auftauchen, um Luft zu holen. Und das tun sie ganz automatisch, ein Auge geschlossen und eines offen. Ich bin überglücklich, Teil dieses Spektakels zu sein!

Am Monument angekommen, packen wir unsere Schnorchelausrüstung aus. Ich tauche in das Wasser mit Badewannentemperatur ein und bin sofort in einem Schwarm gelber Seeflossendoktoren, die mich neugierig umkreisen. Im kristallklaren Wasser schwimme ich am Riff entlang, das steil nach unten abfällt. Wasser ist mein Element, ich fühle mich von der dunkelblauen Tiefe magisch angezogen. Auf der Rückfahrt sehen wir die Delfine dann in voller Aktion. Sie machen sich bereit zur Futterjagd und springen quietschfidel meterhoch aus dem Wasser, drehen sich mehrmals um die Achse und lassen sich dann zurück ins Meer plumsen. Würde ich jetzt, in diesem Moment in meinem Kajak tot umfallen, ich wäre der glücklichste Mensch der Welt. Das Ufer erreiche ich zehn Minuten später lebend und lasse den Abend am Hafen von Kona mit meinem geliebten belgischen Bier Blue Moon und hawaiianischer Livemusik im Hintergrund ausklingen.

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