Wie mich der Alchemist fand

Herzlich Willkommen

isabella-surel-sw-1

mein Name ist Isabella, ich bin Schauspielerin, Autorin, Coach, Weltenbummlerin und Familienmensch. Mit allem, was ich tue, möchte ich Menschen berühren und mich berühren lassen. Hier schreibe ich über alles, was mich bewegt – vor allem über das Leben und Reisen mit leichtem Gepäck. Ich freue mich, mit euch auf eine gemeinsame Reise zu gehen!

Weitere Orte

Seltsames geschieht. Es verabschieden sich ständig Dinge von mir. Auf dem Weg nach Panama verschwindet mein Handy spurlos, zurück in Puerto Viejo wird am Tag vor meiner Abreise mein Fahrrad gestohlen, bereits in Lima habe ich meine Yogamatte im Hostel vergessen. Als ich bei der Ankunft in Montezuma an der Pazifikküste Costa Ricas feststelle, dass mein Schlafsack wohl im Shuttlebus liegengeblieben ist, bin ich einem Wutausbruch nahe. Der Schlafsack schmerzt mehr als alles andere Verlorengegangene. Er ist ein Geschenk meiner lieben Freundin. Er hat mich in der eiskalten Salzwüste Boliviens und in der Hängematte unter dem kolumbianischen Sternenhimmel gewärmt. Mag sein, dass man im Chaos des ständigen Ein- und Auspackens, des ständigen Ein- und Um- und Aussteigens mal etwas vergisst. Vielleicht sind das aber auch Zeichen, dass etwas nicht stimmt. Bin ich zu nachlässig mit meiner Umgebung, mit den Dingen um mich herum, mit den Menschen und mit mir selbst? Habe ich meinen Kopf zu sehr in den Wolken, bin ich zu wenig im Hier und Jetzt? Ich erzähle meinem kanadischen Zimmernachbarn von meinen Gedanken und er schaut mich nachdenklich an. Als ich am Abend ins Hostel zurückkomme, fragt er mich, ob ich das Buch „Der Alchemist“ von Paulo Coelho gelesen habe. Habe ich nicht. Er zieht ein Buch mit einem wunderschönen Einband aus seiner Tasche und drückt es mir in die Hand: „Ein Geschenk für dich. Ich glaube, jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um es zu lesen.“

Ich halte das Buch wie einen Schatz in meinen Händen. „Der Alchemist“ hat mich gefunden. Am nächsten Morgen liegt mein Schlafsack auf meinem Bett. Nachdem der Reiseveranstalter mir nicht wirklich helfen konnte, hat Luciano, der Sohn der Hostelbesitzerin, ein wenig herumtelefoniert und den Fahrer des Shuttles ausfindig gemacht. Wenn das kein Zeichen ist!

Letzte Beiträge

Insta Bilderbuch

Share

Share on facebook
Share on twitter
Share on pinterest
Share on whatsapp

mein Name ist Isabella, ich bin Schauspielerin, Autorin, Coach, Weltenbummlerin und Familienmensch. Mit allem, was ich tue, möchte ich Menschen berühren und mich berühren lassen. Hier schreibe ich über alles, was mich bewegt – vor allem über das Leben und Reisen mit leichtem Gepäck. Ich freue mich, mit euch auf eine gemeinsame Reise zu gehen!

„Ich heb mein Glas und salutier dir Universum. Dir ist ganz egal, ob und wer ich bin. Du bist ungerecht und deshalb voller Hoffnung. Ich setze alles und warte auf den Wind“
 

– Max Herre, Fremde

Weitere Artikel

1 Kommentar zu „Wie mich der Alchemist fand“

  1. Sind das Wunder, die Dir da gerade widerfahren sind? Eher nicht, nur bist Du derzeit in der glücklichen Lage, alles viel intensiver zu reflektieren, weil Du den Alltag hinter Dich gelassen hast. Ob Du nun schusseliger oder gar nachlässiger als sonst bist, kannst Du Dir selbst beantworten. Nur: Egal, wie die Antwort lautet, genieße die Zeit, denn der Alltag kommt irgendwann zurück. Das Beste wäre dann, wenn Du Dich an dieses aktuelle Unbeschwertsein erinnern kannst und so viel wie möglich Wunder des Alltags bemerkst. Denn es gibt sie doch…

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.